Reinraum ISO-Klasse 7

Reinraum der ISO-Klasse 7 bei BERGER

Reinraum­prozesse für sensible Kunststoff­teile

Der Spritzguss selbst erfolgt bei BERGER außerhalb des Reinraums. Bereits gefertigte Kunststoffteile werden je nach Anforderung entweder im RDG gereinigt oder über einen definierten Schleusenprozess kontrolliert in den Reinraum eingebracht. Anschließend können dort Prüfung, Handling, Montage und Verpackung unter den Bedingungen der ISO-Klasse 7 erfolgen.

Wann ein Reinraum­prozess sinnvoll ist

Ein Reinraumprozess ist sinnvoll, wenn Kunststoffteile nach dem Spritzguss unter kontrollierten Bedingungen weiterbehandelt werden müssen – etwa bei partikelkritischen Anwendungen, sensiblen Funktionsflächen, definierten Verpackungsanforderungen, einer Montage im Reinraum oder einer RDG-Reinigung mit anschließender Entnahme auf der reinen Seite.

Entscheidend ist nicht allein die ISO-Klasse des Raums, sondern der abgestimmte Prozess. Dabei wird zunächst der geforderte Sauberkeitszustand festgelegt. Anschließend werden kritische Rückstände und Partikel sowie zulässige Zwischenzustände bewertet. Abschließend wird bestimmt, welche Verpackung den erreichten Zustand bis zur Übergabe schützt.

RDG, Reinraum und Verpackung als Prozesskette

Das RDG ist als Durchreichegerät zwischen unreiner und reiner Seite ausgeführt. Die Bauteile werden auf der unreinen Seite eingebracht, in einem definierten Ablauf gereinigt und nach Abschluss des Reinigungszyklus auf der reinen Seite entnommen. Dadurch erfolgt die Übergabe in den Reinraumbereich ohne Rückführung auf die unreine Seite.

Ist für ein Bauteil keine Reinigung im RDG erforderlich, kann es über einen festgelegten Schleusenprozess kontrolliert in den Reinraum eingebracht werden. Dort sind je nach Kundenanforderung Prüfung, Handling, Montage und Verpackung möglich. Der konkrete Ablauf richtet sich nach Bauteil, Anwendung und gefordertem Übergabezustand.

Sauberkeit, Dokumentation und Serien­fähigkeit absichern

Damit Reinraumprozesse im Alltag wiederholbar bleiben, definiert BERGER die erforderlichen Abläufe und Betriebsmittel. Dazu kommen geschultes Personal, geregelte Schleusen- und Handlingprozesse sowie nachvollziehbare Freigaben.

BERGER betrachtet Reinraum, RDG und Verpackung nicht isoliert, sondern als Teil der gesamten Fertigungs- und Lieferkette. Ziel ist ein kontrollierter Übergang von der Spritzgussfertigung über die erforderliche Reinigung oder kontrollierte Einschleusung bis zur bearbeiteten und verpackten Einheit.

Kontrollierte Schnitt­stellen im Reinraum­prozess

Sauberkeits­anforderungen konkretisieren

„Sauber“ oder „partikelfrei“ genügt für die Auslegung nicht. Entscheidend ist, welche Anforderungen der Kunde für das Bauteil definiert und wie diese im Ablauf abgesichert werden.

Reinigungsweg festlegen

Ob eine Reinigung im RDG erforderlich ist oder die Bauteile ohne vorherige Reinigung kontrolliert eingeschleust werden, hängt von Bauteil, Material, Geometrie und Kundenvorgabe ab.

Schnitt­stellen kontrolliert führen

Kritische Punkte liegen zwischen Fertigung, Reinigung oder Einschleusung, Reinraum, Verpackung und Versand. Deshalb müssen diese Übergänge eindeutig definiert, beherrscht und für die Serie wiederholbar sein.

Betriebs­mittel gezielt vorbereiten

Nicht nur das Bauteil zählt. Auch Trays, Hilfsmittel, Werkzeuge, Verpackungen und Arbeitsmittel müssen zum geforderten Sauberkeitszustand passen.

Vom Sauberkeits­ziel zur kontrollierten Übergabe

Im Mittelpunkt steht der geforderte Zustand des Bauteils bei Übergabe. Dafür werden kundenseitig definierte Sauberkeitsziele, eine gegebenenfalls erforderliche RDG-Reinigung oder eine kontrollierte Einschleusung sowie Handling, Montage, Verpackung und Freigabe in einen reproduzierbaren Ablauf überführt.

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Anforderung und Sauberkeits­ziel klären

BERGER klärt die kundenseitig definierten Sauberkeitsanforderungen, bewertet kritische Prozessschritte und legt fest, welche Nachweise oder Freigaben benötigt werden.

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Reinigung, Schleusung und Handling festlegen

BERGER legt fest, ob die Bauteile im RDG gereinigt und auf der reinen Seite entnommen oder ohne vorherige Reinigung kontrolliert eingeschleust werden. Anschließend werden Handling, Prüfung und gegebenenfalls Montage im Reinraum auf den geforderten Sauberkeitszustand abgestimmt.

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Montage, Verpackung und Freigabe absichern

Die einzelnen Prozessschritte werden so geführt, dass das Bauteil geschützt, kontrolliert übergeben und bei Bedarf dokumentiert freigegeben werden kann.

Reinraum­prozesse zeigen ihren Wert an den Schnitt­stellen

Besonders kritisch sind die Übergaben zwischen unreiner und reiner Seite sowie zwischen Bearbeitung und Verpackung. Dort müssen Bauteilzustand, Betriebsmittel und Verpackung so abgestimmt sein, dass der erreichte Sauberkeitszustand erhalten bleibt.

Fragen zu Reinraum, Reinigung und Verpackung

Wenn die vereinbarten Sauberkeits-, Montage- oder Verpackungsanforderungen eine kontrollierte Weiterbearbeitung nach dem Spritzguss erfordern.

Die ISO-Klasse 7 beschreibt die Reinraumumgebung. Für die praktische Umsetzung ist zusätzlich wichtig, dass RDG-Reinigung oder kontrollierte Einschleusung, Personalverhalten, Betriebsmittel, Handling, Montage, Verpackung und Freigabe zu den kundenseitig definierten Bauteilanforderungen passen.

Der RDG reinigt geeignete Bauteile und Betriebsmittel und ermöglicht ihre direkte Übergabe von der unreinen auf die reine Seite.

Ja. Im Reinraum der ISO-Klasse 7 können je nach Projekt Prüfung, Handling, Montage und Verpackung unter kontrollierten Bedingungen erfolgen.

In den Reinraum gehören Bauteile, deren vereinbarte Sauberkeits-, Montage- oder Verpackungsanforderungen kontrollierte Bedingungen erfordern. Der konkrete Einbringungsweg wird projektbezogen festgelegt.